Schon eingebürgert?

Folglich seid ihr nun nicht mehr Fremde oder Gäste, sondern ihr seid
Eingebürgerte gleich den Heiligen und Hausangehörigen Gottes.
(Epheser 2, 19; Wochenspruch in der Übersetzung der „Liturgischen Texte in gerechter Sprache“)

Was ist neu am Neuen Testament? An Aussagen über Gott, über das, was Menschen geboten ist, ist in der Blickrichtung des Neuen Testamentes nichts neu. Theologie und Kirche haben an Zerrbildern und falschem Zeugnis wider Israel und Altem Testament intensiv gearbeitet. Was Adressatinnen und Adressaten betrifft, ist in der Blickrichtung des Neuen Testamentes alles neu. Es ist verstehbar als die Vermittlung der Gotteserfahrungen Israels an die Welt. So singt das Gesangbuch mit Schalom ben Chorin: „Von dir zu dir mein Schreiten, mein Weg und meine Ruh, Gericht und Gnad, die beiden bist – und immer du.“(EG 237).

weiterlesen

Das Rätsel Rembrandt

Eine Verbeugung zum 400. Geburtstag am 15. Juli

Das Licht kam früh. Kaum zwanzig Jahre alt, malte er sich selbst, noch voller Andeutungen und von wirbelnden Haarbüscheln über der Stirn verborgen, dafür aber vom schräg einfallenden Licht erhellt und erleuchtet. Dies Licht, „Rembrandts Licht“, schnell und hell, leuchtet aufklärend über Prinzen, Bettlern und Bürgern, Windmühlen, Bauernkaten, Bäumen und Büchern. Eine seiner alten Frauen – Lesende alte Frau, 1631, Amsterdam – vielleicht die Prophetin Hannah, wird von Rembrandt tief versunken in die Bibel gezeigt. Sein großes Vorbild Peter Paul Rubens hat auch eine Hannah gemalt bei der Kreuzabnahme. Sie ist von jenem Licht verklärt, das der Körper Christi ausstrahlt. Rembrandts Hannah liest im Licht, das die aufgeschlagene Buchseite der Bibel ausstrahlt.

weiterlesen