Meditation zu dem Londoner Terroranschlag

Das Wort RBB 88,8 7.55 10. Juli

Das Recht soll wie Wasser fließen und die Gerechtigkeit wie ein Sturzbach

Amos 5,24

In diesen Tagen sind die Bilder wieder übermächtig. Die Bilder aus London gewinnen Macht über uns. Die Bilder überwältigen uns. Da ist die Frau mit dem weißen Tuch vor dem Gesicht, weil es wohl blutüberströmt ist. Da ist aber auch der Arm des Helfers, der sie ins Sichere geleitet; eindringliche, erschütternde Bilder, zerborstene Busse, blutende Menschen, Gesichter unter Schock – die alten Griechen ließen die schrecklichsten Szenen außerhalb der Szene spielen, so meint es unser Fremdwort „obszön“, das, was außerhalb der Szene gehört. Auch das hat der heutige Terror überboten, Er schlägt ohne jede Vorwarnung tödlich in große Menschenmengen, er nimmt Flugzeuge als Waffen, er attackiert Bahnhöfe – er will die Adern, den Blutkreislauf der modernen Beschleunigung zerschneiden, er will unsere Beweglichkeit lahm legen, er will den Kollaps, den Stillstand, den Tod unserer Mobilität – das waren die Zeichen von New York, Tokio, Madrid, Moskau, London und…?
Und wir? Was geschieht mit uns, wenn wir die Bilder sehen, die Sirenen hören, die geschockten Gesichter wahrnehmen?

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DAS WORT / 12. Juni 2005 7.55 auf RBB 88,8

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen
und selig zu machen, was verloren ist.
Lukasevangelium 19,10

Seine Eltern hatten ihn beim Namen „Zachäus“ gerufen, das heißt auf deutsch: „Der Reine“.
In Israel sind Namen nicht Schall und Rauch. Sie bedeuten immer etwas, z.B. einen guten Wunsch – Jesus heißt „Gott hilft“, und mit seinem Leben hat Jesus seinem Namen alle Ehre gemacht. „Ezechiel“ heißt „Gott ist stark“; „Elisabeth“ heißt „Mein Gott ist durch und durch treu“.

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Apropos Pfingsten

Wo die Seele sitzt – Was die Bibel über den Körper weiß
9. Juni 2003 Antenne Brandenburg

I.
„Der Seele Raum geben“ – das klingt wie die Einladung eines Reise-Unternehmens, auszuruhen im Schatten der Tempel von Burma , bei Nacht auf dem Markt von Marrakesch einen Teppich zu erstehen oder den langen Weg nach Santiago da Compostela an der Westspitze Europas zu wandern…“Der Seele Raum geben“ – vermutlich ein sehr deutsches Grundgefühl aus Sehnsucht, Fernweh, Schönheitsverlangen und dem Bedürfnis nach grenzenloser Freiheit, möglichst über den Wolken, hinter den Bergen und jenseits des Horizonts.

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